Einnahmen intern

In der aktuellen Krise brechen den Studiobetreibern durch den notwendig verordneten Lockdown dringend benötigte Einnahmen weg.

Im Vergleich zu manch anderer Branche mag das eine Zeitlang durch bereits abgeschlossene Laufzeitverträge überbrückbar sein, aber je länger die Zeit der Corona-Pandemie andauert, desto mehr Sportler und Sportlerinnen werden sich bemühen, diese Verträge auszusetzen.

Im Folgenden geben zeigen wir Möglichkeiten auf, wie Sie als Studiobetreiber damit umgehen bzw. Einnahmeausfälle abfedern oder kompensieren können.

Kein Sonderkündigungsrecht wegen Corona


Wer jetzt allerdings während der Laufzeit aus seinem Fitnessvertrag aussteigen will, hat schlechte Karten. Die Corona-Epidemie wird “in der Regel für eine Kündigung nicht ausreichen”, so die Verbraucherzentrale Bayern. Denn schließlich könne man das Fitnessstudio ja erneut nutzen, wenn es wieder geöffnet sei.


Dabei müsse man wissen, dass die meisten Verträge keine Regelungen für Situationen wie die von der Regierung angeordnete Schließung enthalten, so die Verbraucherschützer.

Anders ist es, wenn der Fitnessstudiobetreiben für immer sein Studio schließen muss, z.B. wegen Insolvenz.


Weitere rechtliche Informationen erklären die Rechtsanwälte Dr. Geisler, Dr. Franke und Kollegen in ihrem Corona FAQ.

Laut Verbraucherzentrale müssen Mitglieder ihren Beitrag aktuell nicht zahlen. Denn wenn Ihr Fitnessstudio schließen muss, liegt eine Vertragsstörung vor, da Sie als Studiobetreiber die sportlichen Dienstleistungen nicht anbieten können. Juristisch liegt wohl ein Fall der rechtlichen Unmöglichkeit vor ( § 275 BGB). Der Kunde verliert seinen Anspruch, das Studio nutzen zu können. Und das Studio verliert sein Recht, Bezahlung verlangen zu dürfen (§ 326 Absatz 1 BGB).
Kunden können ihren Vertrag also zeitweise ruhen lassen. Diese Regelung gilt aber nur, solange ihr Fitnessstudio geschlossen ist.

Inhaber von Eintritts-, Saison- und Jahreskarten können normalerweise und nach geltendem Recht Erstattungen bereits gezahlter Eintritts- und Nutzungsgelder verlangen. Da viele Betreiber aufgrund der aktuellen Situation keine neuen Einnahmen generieren können, wäre die Existenz bedroht, wenn alle Eintrittspreise und Nutzungsentgelte für abgesagte Veranstaltungen erstattet werden müssten. Aufgrund dessen möchte die Bundesregierung eine Gutscheinlösung einführen. Kunden erhalten für alle Tickets und Nutzungsberechtigungen Gutscheine, die bis Ende 2021 befristet sind. Löst man den Gutschein bis zum besagten Zeitpunkt nicht ein, muss der Veranstalter oder Betreiber dessen Wert erstatten. Für Sportstudios und Fitnesscenter bedeutet das, dass sowohl laufende Verträge, als auch Monats-, Saison- oder Jahreskarten eingeschlossen sind. Der Unterschied zu Sportvereinen besteht darin, dass man in einem Verein Mitglied ist und das Vereinsleben außerdem soziale Aktivitäten wie: Zeltlager, Weihnachtsfeiern, oder Grillabende beinhaltet. Deswegen wird es schwierig für Vereinsmitglieder das Geld zurückzufordern.

Die Sportbranche beruht auf laufenden Verträgen mit Mitgliedern. Sollten diese sich entschließen, ihren Vertrag zeitweise ruhen zu lassen, kann das existenzielle Probleme für den Studiobetreiber mit sich führen. Wie geht man nun am besten vor?

  1. Kunden um die aktuelle Lage informieren und um Solidarität bitten.
    Wenden Sie sich nach Möglichkeit direkt an den Kunden und erklären Sie die aktuelle Lage und was das für Sie wirtschaftlich bedeutet. Bitten Sie um Solidarität und appellieren Sie an den Gemeinschaftsgeist.
  2. Bieten Sie Kompensationen an, wenn die Mitglieder ihre Verträge nicht pausieren.
    Kunden könnten, wie andere Studios es bereits anbieten, eine zeitliche oder monetäre Gutschrift der aufgrund der behördlich angeordneten Schließung versäumten Trainingszeit am Ende der Vertragslaufzeit erhalten.
    Ebenso könnten Sie anbieten, dass Kunden bei Wiedereröffnung kostenlos Freunde zum Training mitnehmen können. Dadurch bietet sich sogar Potenzial für Neukunden.
    Seien Sie kreativ!
  3. Bieten Sie Alternativen an.
    Wenn die Möglichkeit und die technischen Voraussetzungen gegeben sind, können Sie Online-Kurse streamen. Ohne technischen Aufwand können Sie hierfür die Live Funktionen von Instagram, Facebook und YouTube nutzen. Des Weiteren bieten sich Plattformen wie Skype, Zoom oder GoogleHangout zur Umsetzung an, falls Sie mit ihren Mitgliedern interagieren wollen.
    Alternativ können Sie auch auf aktuell kostenlose Fitness Apps und Programme wie Nike+, training club, Les Mills oder cyberobics aufmerksam machen.
  4. Weisen Sie auf kleine Aufmerksamkeiten hin, die Sie den Mitgliedern bei Wiederaufnahme des Geschäftsbetriebes darreichen werden.
    • Verzicht auf Trainerpauschalen
    • erstellen kostenloser Trainingspläne und Ernährungspläne für Zuhause
    • kostenloser Verzehrgutscheine für die Loyalität der Mitglieder

Auch hier gilt: Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt!

Die positive Beeinflussung des Immunsystems durch regelmäßiges, moderates Sporttreiben wird durch zahlreiche Studien auch vor Corona-Zeiten belegt. Die Kundenansprache und Bewerbung des Angebots sollten sich darauf nach der langsam wieder anlaufenden Normalisierung des momentanen Ausnahmezustands konzentrieren. Das Thema und die Erinnerung an die soeben durchlebte Zeit sind frisch und bei vielen wird der Hunger nach vermehrter sportlicher Betätigung nach Wochen relativer Trägheit sicherlich sehr hoch sein. Auch für diejenigen, die vielleicht noch den letzten Motivationskick benötigten, den Fernsehsessel gegen sportliche Bewegung zu tauschen, um für den nächsten Virus gewappnet zu sein, könnte die Zeit nach der Corona-Epidemie ein Startschuss zu einem sportlicheren Leben sein.

Welche Ideen haben Sie als Betreiber einer Sportanlage?

Senden Sie uns Ihre Ideen, wie Sie Ihre Mitglieder, Sportler und Sportlerinnen davon überzeugen, in der Zeit der Krise Ihnen Ihre Loyalität zu zeigen.

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